Sechs Jahre ist es nun her, dass ich an Ostern offiziell in den Vorstand der GJE kam. Endlich, dachte ich damals. Zuvor war es schon seit mehreren Jahren mein großer Wunsch gewesen, Teil des Vorstandes zu werden und die GJE dadurch an erster Stelle mitzugestalten. Zwei Jahre lang durfte ich bereits als Finanzministerin bei den Vorstandstagungen dabei sein und so ein klein wenig Vorstandsluft schnuppern, aber ich wollte mehr.
Bei der Führungskreistagung 2016/17 war es dann endlich soweit und ich wurde in den Vorstand gewählt, an Ostern 2017 begann dann auch offiziell meine Amtszeit. Zu meiner eigenen Überraschung wurde ich bei dieser Ostertagung nicht nur Vorstandsmitglied, sondern auch direkt Bundessprecherin. Wow, ich durfte Bundessprecherin sein! Das war echt unglaublich!
Es war ein erstes aufregendes Vorstandsjahr an der Seite von meinem Amtsehemann Johannes Behrendt, in dem ich sehr viel unterwegs war und neben meinen Aufgaben als Bundessprecherin auch noch meinen Aufgaben als Finanzministerin gerecht werden musste. Es war viel, aber es klappte ganz gut, da viele erfahrene Vorständler an meiner Seite waren. Eines der schönsten Erlebnisse war das 25. Jubiläum der Regionalgruppe Allenstein (Ermisi), das wir im Ermland mit aktuellen und ehemaligen Ermisi feiern konnten.
Perfekt war meine Vorstandszeit sicherlich nicht und neben vielen Höhen gab es auch immer wieder Tiefen. Insbesondere 2018 war für mich kein einfaches Jahr bei der GJE und für mich war an dieser Stelle auch nicht klar, dass noch vier weitere Vorstandsjahre folgen würden. In dieser Zeit haben mich ein paar wenige GJEler und viele ältere Ermländer am Ball gehalten. Vielen Dank dafür! Dabei denke ich besonders dankbar an den Katholikentag in Münster zurück, bei dem wir bei unserem Stand mit vielen Ermländern vertreten waren und eine Handvoll GJEler sogar im Ermlandhaus unter dem Elch übernachtete.
Es folgten nicht nur weitere Vorstandsjahre, sondern auch noch zwei weitere Sprecherjahre an der Seite meines Bruders Simon Block, in denen ich jeweils einen anderen Schwerpunkt legen konnte: die Übergabe des Finanzministerpostens, den Ausbau der Kontakte ins heutige Ermland, die Vorbereitung einer Sommerjugendbegegnung im Ermland, den Austausch mit den jüngeren GJElern oder die Suche nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten für unsere Tagungen.
Nicht alles hat geklappt und auch die Pandemie hat einige Striche durch meine und unsere Pläne gezogen, vieles ist aber sehr gut geworden! Dabei denke ich in erster Linie an die polnisch-deutsche Sommerjugendbegegnung, die 2022 stattfinden konnte, und die insbesondere für die jungen GJEler eines der schönsten Erlebnisse im vergangenen Jahr war. Es hat sich mehr als gelohnt!
Für mich ist es nun an der Zeit ein paar Schritte zurückzutreten und langsam, aber sicher weiterzugehen. Ganz aus der Welt bin ich noch nicht, denn ein bisschen werde ich noch bleiben und gerne beraten oder unterstützen, wo es nötig ist. Die GJE wird in meinem Alltag präsent bleiben, denn einen kleinen Teil der GJE – meinen Mann – habe ich mitgenommen. 😉
Die Zukunft der GJE aber liegt nun in anderen Händen. Liebe GJEler, bitte gestaltet sie! Nutzt euer Herzblut und formt die GJE! Dadurch werdet auch ihr entscheidend mitgeformt und euer Leben wird unglaublich positiv gestaltet. Ohne die GJE wäre ich heute nicht dort, wo ich bin. Ich konnte so viel Positives für mein Leben mitnehmen. Das wünsche ich auch euch!
Liebe GJE! Danke, dass ich sechs Jahre lang im Vorstand lernen und wachsen durfte! Danke, dass du mein Leben auch über die Vorstandszeit hinaus so unglaublich positiv verändert und gestaltet hast!
Olivia Teschner, geb. Block