Wie ein Rauchmelder in Kiel für Alarm bei der FK-Tagung sorgte


Ein Bericht von Christian Carstens „Kurz mal nach Kiel und zurück“

Es war der 29.12.2024, der 2. Tag der alljährlich stattfindenden FK-Tagung, die in diesem Jahr in Vallendar im Haus Wasserburg stattfand. Mittendrin waren Leonie Mertens und ich, der erstmals an einer FK-Tagung teilnahm. Wir haben dafür die ca. 600 km lange Strecke von Kiel nach Vallendar auf uns genommen.

Am Morgen stürzten wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück, einer schönen Morgenandacht von Leonie sowie einem kurzen „Energizer“ zum Aufwecken der müden Knochen voller Tatendrang in den zweiten Sitzungstag.

Kurz nach Beginn der Sitzung erhielt Leonie dann den schockierenden Anruf unserer Nachbarn: Der Rauchmelder piept!
In der Überzeugung, dass es sich um einen Fehlalarm handelt, wurde zunächst Ruhe bewahrt. Schließlich hat der Rauchmelder in der Vergangenheit auch schon nach dem Auspusten von Kerzen ausgelöst.

Einen, bei den Nachbarn hinterlegten Schlüssel gab es nicht.
Schade, denn so mussten andere Möglichkeiten zum Ausschalten des Rauchmelders eruiert werden. Wäre ja auch zu einfach gewesen.
Nach Anrufen bei der Feuerwehr in Kiel, bei dem Vermieter und erneut bei den Nachbarn ergaben sich 3 Möglichkeiten:

  1. Feuerwehr alarmieren
  2. Schlüsseldienst informieren
  3. Von Vallendar aus nach Kiel fahren und den Rauchmelder selbst ausschalten.

Da gemäß Auskunft der Feuerwehr die Kosten eines Einsatzes nur bei Rauchentwicklung übernommen werden, der Einsatz eines Schlüsseldienstes an einem Sonntag sehr teuer gewesen wäre und so oder so das Schloss hätte ausgetauscht werden müssen, blieb leider nur Möglichkeit 3 übrig.

Der Plan wurde also geschmiedet, dass ich mich nach dem Mittagessen auf den Weg machen würde. So setzte ich mich gegen 13 Uhr ins Auto, stellte den Tempomat auf 150 km/h (schließlich war es ja ein Notfall) und war dann mit einem kurzen Zwischenstopp gegen 18:30 Uhr nach 600 Kilometern und ohne Verzögerungen in Kiel angekommen. Schon beim Aussteigen konnte ich den Übeltäter hören und machte mich zügig auf den Weg in die Wohnung, um diesen zum Schweigen zu bringen, nachdem dieser seit 7:30 Uhr morgens die Nachbarn terrorisiert hatte.  
Etwas verärgert über diese ungeplante und unnötige Spritztour durch die ganze Bundesrepublik und den verpassten Teil der Tagung versuchte ich auch Gutes an der ganzen Sache zu finden. So musste ich am 30.12.2024 ohnehin arbeiten und das W-Lan im Tagungshaus war dafür nicht wirklich geeignet.

Da zwischen den Feiertagen nicht so viel anlag, konnte ich mich bereits gegen 14:00 Uhr auf den Weg zurück nach Vallendar machen, denn die ganze FK-Tagung wollte ich nun auch nicht verpassen und überhaupt war Leonie ja noch da und die legendäre Silvesterfeier der GJE muss man um jeden Preis auch mal erlebt haben. Nach 7 Stunden gegen 21 Uhr war ich dann auch wieder zurück von meiner unfreiwilligen Spritztour und habe eines gelernt:
Gebe deinen Nachbarn immer einen Schlüssel bei längeren Abwesenheiten, um unnötige Spritztouren zu vermeiden.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Kommentare
älteste
neueste meiste Bewertungen
Nach oben scrollen