Risiko war Thema der Ostertagung in Freckenhorst

Die diesjährige Ostertagung der Gemeinschaft Junges Ermland in Freckenhorst stand im Zeichen des Themas „Risiko“. Wir haben hierbei über die vielfältigen Facetten von Risiko nachgedacht und auch neu kennen gelernt. Wir haben darüber diskutiert, wie wir in unserem eigenen Leben mit Risiken umgehen können. Wir haben festgestellt, dass Risiko nicht immer negativ sein muss, sondern auch Chancen und Möglichkeiten birgt, die es zu nutzen gilt.

Dabei denke ich zunächst an ein interessantes Referat zum Risiko beinhalteten Thema Katastrophenschutz, darunter Hochwasser und Erdbeben. Hierbei haben wir im Beispiel betrachtet, ob eine Stadt das Risiko eingehen sollte, auf teure Präventionsmaßnahmen für den Hochwasserschutz zu verzichten und ob dies zu einer Katastrophe führen könnte. Dies konnten wir auch in einem Simulationsspiel selbst ausprobieren. Dabei haben wir erlebt, wie schnell falsches Risikomanagement zur „Insolvenz“ der Gemeinde führen kann und wie wichtig es ist, unter Gemeinden zusammen zu agieren und die Schwachen mitzunehmen.

Auch gab es ein humorvolles Theaterstück, welches unter anderem darüber handelte, ob man das Risiko eingeht, ohne Ticket in den Zug nach Freckenhorst einzusteigen, weil der Fahrkartenautomat nicht funktioniert hat.

Schließlich haben wir einflussreiche Persönlichkeiten der Weltgeschichte beleuchtet, deren Leben von Risiken und Herausforderungen geprägt war. Dabei haben wir ihre Erfolge und Misserfolge durch ihren Umgang mit Risiko oder Sicherheit verglichen. Wir haben uns aber auch unser eigenes Risikoverhalten in verschiedenen Situationen angeschaut.

Passend zum Thema haben wir uns dann mit dem Risiko im Osterbezug beschäftigt. In der biblischen Ostergeschichte geht es ja um die Auferstehung Jesu Christi, ein Ereignis, das für die Christenheit mit einem großen Risiko verbunden war. Das Risiko bestand für die Jünger darin, öffentlich an Jesus als Gottes Sohn zu glauben. Petrus hat deshalb dreimal behauptet, ihn nicht zu kennen, bis der Hahn rief. Die Jünger Jesu setzten alles aufs Spiel, um die Botschaft von Ostern zu verbreiten. Dieses Risiko zahlte sich aus, denn die Auferstehung Jesu gibt uns heute noch Hoffnung und neuen Mut, auch in schwierigen Zeiten. Die Geschichte von Ostern lehrt uns, dass hinter dem Risiko des Glaubens – also dem Zweifel, ob das mit Gott überhaupt stimmt – auch die Hoffnung auf Auferstehung und neues Leben steht.

Der Höhepunkt der Tagung war natürlich die Osternachtsmesse mit der anschließenden Agapefeier. In gemeinsamer Runde haben wir das Osterfest gefeiert und uns dabei an der Osterbotschaft von Hoffnung, Neubeginn und Gemeinschaft erfreut. Auch erfreuend war, fand ich, wie alle immer so fleißig mitgesungen haben, was man heutzutage eher weniger auffindet. Dies zeigt, wie sehr uns das Gemeinschaftsgefühl verbindet und stärkt.

Die Ostertagung der GJE war eine bereichernde und inspirierende Erfahrung für uns alle. Wir haben nicht nur über Risiko gesprochen, sondern auch erfahren, wie wichtig es ist, Vertrauen zu haben und an das Gute zu glauben. So gehen wir gestärkt und voller Hoffnung aus dieser Tagung hervor und freuen uns schon jetzt auf das nächste Treffen.

Felix Kreft

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