
Die Ostertagung stand dieses Jahr unter dem Motto Führen & Folgen – ein Thema, das uns nicht nur in den inhaltlichen Einheiten begegnete, sondern sich überraschend kreativ durch das gesamte Programm zog.
Ein echtes Highlight war direkt am ersten Abend das sogenannte „Hausspiel“. Klingt harmlos – war es aber nicht! Überall im Haus waren kleine Zettel mit Nummern versteckt, vom 1. Stock bis in den Keller. Unsere Aufgabe: Würfeln, losrennen und die gesuchte Nummer aufspüren. Klingt einfach, aber wenn die ganze GJE gleichzeitig durch ein Haus stürmt, wird selbst das Treppensteigen zur olympischen Disziplin. Hatte man eine Zahl gefunden, wartete eine Aufgabe: vom Gruppensingen eines Liedes bis zu Koordinationsübungen. Kurz: Teamgeist, Chaos und viele Lacher!
Ein ganz anderer Ton herrschte am Karfreitag – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Während sich die meisten zu den Mahlzeiten trafen, versammelte sich die Fastengruppe im Turmzimmer. Statt Brot und Aufschnitt gab’s hier Gespräche, Stille und das bewusste Wahrnehmen des eigenen Körpers mit entspannender Musik. Besonders eindrucksvoll war das Fastenbrechen nach Mitternacht. Der Moment, in dem das erste Stück dunkles Brot mit Gurke und Käse den Weg in den Magen fand, war fast schon feierlich – und irgendwie auch ein kleiner Sieg, weil wir nicht dem Hunger gefolgt sind ,sondern uns selbst geführt haben . Wer hätte gedacht, dass ein simples Käsebrot so gut schmecken kann?

Auch in Bewegung kamen wir beim Tanzkurs. Wer dachte, Führen & Folgen sei ein rein theoretisches Konzept, wurde hier eines Besseren belehrt. Ob beim Walzer, Cha-Cha-Cha oder Discofox – plötzlich wurde klar: Führung heißt nicht Kommandieren, sondern Einladen. Und Folgen ist keine Schwäche, sondern eine Kunst. Natürlich war nicht jeder Schritt perfekt, aber der Spaß war garantiert – und das ist doch die Hauptsache.
Alles in allem war die Tagung ein rundum gelungener Mix aus Gemeinschaft und einer guten Portion Humor. Führen und Folgen – das kann eben auch bedeuten, sich mal auf ein Hausspiel einzulassen, eine Mahlzeit auszusetzen oder beim Tanzen beherzt auf die Füße der anderen zu treten. Und das haben wir mit Freude gemacht. Besonders schön waren auch die Abende in der gemütlichen Kellerbar, wo wir bei Gesellschaftsspielen, Musik und Gesprächen mit einer Flasche Bier oder einer Limo den Tag ausklingen lassen konnten – ein echter Beweis dafür, dass Gemeinschaft auch im lockeren Miteinander wächst.