Der unfreiwillige Hamsterer

Schon früh in der Corona-Krise zeichnete sich ab, dass die Deutschen viel Klopapier hamstern, sodass die Regale im Supermarkt schnell ausverkauft waren. Das stellte den Nicht-Hamsterer vor große Probleme, als sein Klopapier langsam zur Neige ging. Wie sollte es nächste Woche weiter gehen?

Zum Glück gibt es heutzutage die Möglichkeit, alles online zu bestellen – allerdings wegen Corona nicht in haushaltsüblichen Mengen. Dadurch wurde der Nicht-Hamsterer gezwungen, eine 64er-Packung Klopapier zu bestellen. Nur leider kam es aufgrund der Überforderung des Versandhandels zu Lieferproblemen, während der Gang zum Klo auch immer problematischer wurde.

Der Nicht-Hamsterer konnte sich daher wirklich glücklich schätzen, für solche Situationen eine Bekannte zu haben, die in einem Drogeriemarkt arbeitet und von der nächsten Warenlieferung direkt eine 20er-Packung Klopapier sichern konnte. Damit der Nicht-Hamsterer aber wirklich auf der sicheren Seite war, um größere Katastrophen zu verhindern, kaufte er sich trotzdem noch eine 10er-Packung Klopapier, die er ganz zufällig beim Wocheneinkauf entdeckte.

Als dann noch die riesen Onlinebestellung unerwarteterweise zeitnah ankam, wurde der Nicht-Hamsterer unfreiwillig zum Hamsterer von fast 100 Klopapierrollen. Immerhin ist für ihn der Eigenbedarf bis 2021 locker gedeckt…

Patrick Gumbiowski

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