Endlich nicht mehr online gemeinsam einsam

Vom 9. bis 11. Juli konnten wir endlich wieder eine Präsenztagung der GJE veranstalten – und so stand das Treffen ganz unter dem Thema „GemEinsam“.

Am Freitagabend hat Sebastian Peifer, unser geistlicher Beirat, eine heilige Messe im Altarraum der Kirche der Marienburg gefeiert und so unsere Tagung eröffnet. Für einige von uns war es ein wenig merkwürdig, nach so langer Zeit wieder gemeinsam zu singen oder gar gemeinsam einen Gottesdienst zu feiern.

Leider war am ersten Abend und ersten Morgen auf der MaBu ungewöhnlich schlechtes Wetter und man konnte nicht, so wie sonst, direkt beim Aufwachen im Hochbett die Aussicht genießen. Stattdessen waren wir von einer grauen Wolkenwand eingekesselt – was aber möglicherweise nur noch mehr zur Abgeschiedenheit von der Welt und zum Gemeinschaftsgefühl beigetragen hat.

In der Thematik wurde einerseits das Thema Einsamkeit behandelt – ein Gefühl, das wohl die allermeisten in den vergangenen anderthalb Jahren verstärkt gespürt haben. Andererseits ging es aber auch um das Ausbrechen aus der Einsamkeit und darum, wie sich Gruppen bilden und wie sich Gemeinschaft in Gruppen auf unsere Psyche auswirkt.

Nach dem Mittagessen am Samstag sah das Wetter dann aber doch deutlich besser aus, sodass der traditionelle Abstieg durch die Weinberge hinunter zur Mosel auch in diesem Jahr stattfinden konnte. Sehr schnell wurde uns klar, warum der Wein an diesen Hängen so gut gedeiht, denn nach und nach kam die Sonne immer mehr zum Vorschein und uns wurde auch immer wärmer. Einige wenige waren daraufhin sogar mutig genug, nicht nur am Ufer der Mosel zu sitzen, sondern sogar hineinzuspringen und ein wenig gegen den Strom zu schwimmen. Der Großteil der Gruppe hatte am nächsten Tag einen ziemlichen Sonnenbrand…

Ein ermländisches Meisterwerk

Das große Bedürfnis nach einem Wiedersehen und Gemeinschaft wurde auch in der Anzahl der Teilnehmenden deutlich, denn die MaBu 2021 war eine der bestbesuchten Regionaltagungen der letzten Jahre.

Da war es besonders schön, nicht nur ernste, schwerwiegende Themen zu behandeln, sondern in Gruppen gegeneinander anzutreten mit verschiedenen gemeinsamen Herausforderungen: Beispielsweise mussten wir gemeinsam Bilder malen, indem wir nur einen Stift hatten, der dadurch geführt wurde, dass jedes Gruppenmitglied einen daran befestigten Faden ziehen oder lockerlassen muss. Dabei sind durchaus einige interessante Kunstwerke entstanden, die dann von den anderen Gruppen bewertet wurden.

Am Samstagabend haben wir versucht, uns mit dem Grille zu beeilen…allerdings haben wir es doch nicht ganz geschafft, noch vor dem ganz großen Wolkenbruch wieder drinnen zu sein. Aber auch solche kleinen Abenteuer fördern das Gruppengefühl – genauso wie das Tanzen im Regen!

Abgeschlossen wurde die Tagung mit einer (nach mehreren digitalen) „richtigen“ Wahl in den Führungskreis, einer weiteren Teamaufgabe und – natürlich – der traditionellen Stunde der Gemeinschaft. Und für all diejenigen, die noch etwas Zeit übrighatten, mit dem alljährlichen Eisessen an der Mosel.

Veronika L.

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