
Dieses Jahr war schon mein drittes Ostern bei der GJE. Seitdem ist viel passiert, ich wurde jetzt schon zum zweiten Mal in den Führungskreis gewählt und bin sogar in den Vorstand berufen. Die Zeit vergeht immer schneller als man denkt, und meine erste Tagung fühlt sich immer noch an, als wäre sie gestern gewesen.
Obwohl die erste Tagung in meiner Erinnerung noch gar nicht so lange her ist, hat sich viel geändert in der Art und Weise, eine Tagung wahrzunehmen und an der Tagung teilzunehmen. Zum einen ist alles viel gewohnter geworden und man hat ein Gefühl dafür bekommen, welcher Programmpunkt als nächstes dran ist.
Die anfängliche Aufregung, so viele neue Menschen zu sehen und die Spannung vor jedem neuen Programmpunkt sind weg, alles ist viel gewohnter geworden, die Leute bekannter. Bei einem Blick in die Runde sieht man Menschen, mit denen man die letzten Jahre viel erlebt hat und Freundschaften geschlossen hat.
Zum anderen habe ich es bei meiner ersten Tagung noch genossen, einfach an dem Programm, was sich andere überlegt haben, teilzunehmen. Vor den Leithammeln hatte ich immer großen Respekt, wie viel Planungsarbeit aber generell in solch eine Tagung fließt habe ich weit unterschätzt.
Dieses Jahr war ich das erste Mal selbst Leithammel und habe zusammen mit vielen anderen die Tagung und das Programm geplant. Das bedeutet auch öfters mal gestresst zu sein, wenn es in den Pausen dann doch wieder so viel zu organisieren gibt, dass kaum Zeit für Entspannung bleibt oder etwas nicht so läuft wie geplant, auf der anderen Seite wird der Aufwand aber hinterher auch belohnt, wenn man positives Feedback bekommt und den Leuten eine schöne Zeit bereiten konnte.
Das schöne an den Ostertagungen ist vor allem die Mischung aus immer wiederkehrenden Elementen, wie zum Beispiel der Ablauf des Programms, der sich meistens nicht allzu sehr verändert oder die Mischung aus Freizeit, Liturgie und Thematik und auf der anderen Seite dann doch diese Individualität der Tagung mit vielen Überraschungsmomenten, die einem im Gedächtnis bleiben. So war ich zum Beispiel dieses Jahr überrascht, dass viel weniger getanzt wurde als in den Vorjahren, aber auch positiv beeindruckt von einem wirklich tollen Hauptreferat, bei dem man etwas Neues lernen konnte und durch interaktive Angebote viel Abwechslung hatte. Auch ist es immer wieder interessant zu beobachten, wie viele Facetten ein Tagungsthema haben kann, die sich im Laufe der Planung durch unterschiedliche Ideen entwickeln. So gab es dieses Jahr sehr vielfältige Arbeitskreise zum Thema Risiko, bei denen unter anderem auch ein Theaterarbeitskreis dabei war, von dem ich sehr beeindruckt war, wie innerhalb von so kurzer Zeit so ein tolles selbst ausgedachtes Stück entstehen kann.
Insgesamt bin ich immer wieder aufs Neue überrascht von den Tagungen und den Gestaltungen und könnte mir gar nichts anderes mehr vorstellen als mein Ostern im Rahmen der GJE zu verbringen. Auch bin ich dankbar über das persönliche Wachstum, was einem die GJE ermöglicht, indem man seine Kompetenzen durch aktives Mitgestalten erweitert und viele Freundschaften knüpft, die einen sicherlich durchs ganze Leben begleiten werden!
Marta Lethen
