GJE-Tagungen in Person sind ja aktuell bekanntermaßen etwas schwierig. Der Discord der GJE ermöglicht einiges an Kontakt auch außerhalb von geplanten Tagungen, bietet aber nur begrenzte Möglichkeiten. Wegen akutem Tagungsentzug kam es also, dass eine Geburtstagsfeier in ermländischer Manier in Handwerksarbeit mündete.
Da wurd’ geplant und eingekauft,
gehobelt und gesägt,
und alles fein zusamm’gebaut.
Und am Ende stand, wie könnt’s anders sein:
Nen Kreuz daheim.

Aber alles der Reihe nach. Im Zuge eines Urlaubs und der Erkenntnis: “Ich hab Josef schon viel zu lange nicht mehr gesehen”, gab es eine Verabredung, sich doch mal wieder analog zu treffen. Mit dem Dilemma konfrontiert, dass man ja analog auch was vor haben sollte, wenn man sich trifft, regte sich ein Gedanke: Die GJE braucht ein neues Kreuz!
Das letzte wurde vor vier Jahren von Josef und mir auf der Ostertagung gebaut, da der Vorgänger nicht mehr auffindbar war. Somit entstand ein Kreuz, aus dem, was uns der Freckenhorster Wald zu bieten hatte. Mittlerweile nagt der Zahn der Zeit am Waldkreuz und so gab es bereits Anfang des Jahres den Entschluss: “Wenn wir mal Zeit haben, holen wir Holz und bauen ein neues Kreuz.”

Nun war es so weit. Josef hatte Zeit, ich hatte Urlaub. Beide waren in der selben Ecke. Losgebaut!
Ein bischen geplant, ein bischen informiert, in den Baumarkt gefahren und die Hälfte vergessen. Noch mal einkaufen und dann endlich anfangen.
Erste Feststellung: “Das ist gar nicht so einfach, wie es aussieht.” Zweite Feststellung: “Klappt aber trotzdem. Irgendwie.”
So haben wir den ersten Tag mit Zuschnitt und der Ausarbeitung des Querbalkens zugebracht und am zweiten den Hauptbalken bearbeitet und uns an den Feinschliff gesetzt. Die Verpflegung wurde im Hause Rehaag mit Begeisterung sichergestellt. Und so hat die GJE jetzt ein neues Kreuz!
Wir hoffen, dass es allen Ermis gut geht, und freuen uns auf die nächste Tagung im größeren Rahmen.
“So, genug geschrieben, Josef.” – “Wir wollten ja noch Feuer machen!”
Viele Grüße an alle Leser und bleibt gesund.
Josef Schulz und Christian Rehaag