Kleine Zeitreise in die Vergangenheit

Die Berlin-Tagung erfreute sich, wie so oft starker polnischer Beteiligung, das Thema war am ersten Adventswochenende vom 29. November bis zum 01. Dezember 2019 anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls „Back to ‘89“.

Die Tagung begann mit einem Film zu den 80er Jahren und einem Quiz. Im Anschluss, nach dem Eintreffen der letzten Nachzügler – an dieser Stelle herzlichsten Dank an die Deutsche Bahn – gingen wir dann zu den Kennenlernspielen und danach zum gemütlichen Teil des Abends über.

Am Samstag besuchten wir den „Tränenpalast“, die Halle des ehemaligen deutsch-deutschen Grenzbahnhofes Friedrichstraße. Heute befindet sich darin ein bundeseigenes Museum, welches neben der DDR und dem Eisernen Vorhang in besonderer Weise den „Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße“ in den Mittelpunkt stellt und diesen im historischen Gebäude ein Stück erlebbarer macht.

Für etwas Abwechslung während der anschließenden alljährlichen Stadtrallye (um auch denen gerecht zu werden, die zum ersten Mal in Berlin sind), gab ich eine kleine „Lobby-Führung“ vom Friedrichstadtpalast in der Friedrichstraße durch „die“ Lobbyistenstraße Berlins (Reinhardtstraße), vorbei am „Hans-Dietrich-Genscher-Haus“ (der FDP), am deutschen Hauptquartier von WWF, an der Ukrainischen Botschaft, an einer Maßschneiderei und am Hauptbüro des Bundes der Steuerzahler; dann am Haus der Bundespressekonferenz über die Spree hinüber zum Reichstagsgebäude und zum Bundeskanzleramt. Das ist quasi schon Tradition: Letztes Jahr ging es nach der Tour an Merkels Wohnhaus gegenüber der Museumsinsel vorbei, dreimal wäre dann Brauchtum.

Erschöpft und durchgefroren machte sich unsere Gruppe dann auf die Jagd nach etwas Essbarem, „unter den Linden“ wurden wir schließlich fündig. Nachdem wir uns gestärkt hatten, besuchten wir noch einige Berliner Highlights und das „Mahnmal für die ermordeten Juden Europas“ und gingen dann noch in kleineren Grüppchen auf Erkundungstour.

Nachdem am Abend alle wieder in unserem Quartier eingetroffen waren, wurde das Abendessen vorbereitet. Als alle satt waren, ging die Vorbereitung für die Abendplanung los. Dank Diskobeleuchtung und guter Musik gelang es schließlich auch, eine Party nach Ermi-Geschmack zu veranstalten. Die Stimmung war blendend, nicht nur dank sehr großer Knicklichter. Es wurde wie immer ausgelassen getanzt und herumgealbert:

Wem das Haar am leuchten war, das war der Wicht, der das Knicklicht bricht.

Tief in der Nacht so tat sich kund, da eine Gruppe ging noch eine Rund‘. (absichtliche Reime)

So verging der Samstag. Am nächsten Tag gingen wir wie üblich nach angemessenem Frühstück in den Gottesdienst. Dann – so unerwartet wie immer – musste die Unterkunft plötzlich geräumt werden. Es folgte die Abreise. Der Rest ist Geschichte.

David Block

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