Kleines Bundessprecher-Interview zwischendurch

geführt von Felis Mertens und Veronika Lange

Wann war eure erste GJE-Tagung? Und welche Tagung war das?

Simon: Meine erste GJE-Tagung war die Marienburgtagung vom 1. bis 3.7.2016 zum Thema Finanzkrise, an der ich mit Sondergenehmigung bereits mit 15 Jahren teilnehmen konnte.

Olivia: 2012 fing alles an mit der schönsten Tagung des Jahres: der Ostertagung. ❤ Zuvor durfte ich 2009 schon einmal bei der Marienburgtagung sowie beim Tandemsprachkurs in Allenstein reinschnuppern.

Was war euer schönster/lustigster Moment bei einer „digitalen“ Tagung dieses Jahr?

Simon: Mein lustigster Moment war bei der digitalen Ostertagung das Stadt-Land-Fluss-Spiel in kleiner Runde nachts um 2. Hierbei möchte ich besonders die Kategorie „Glazer-Beleidigungen“ hervorheben, die mir besonders viel Freude bereitet hat…

Olivia: Es gab bei der Ostertagung viele kleine Momente, die die virtuelle Tagung für mich zu einem kleinen Trostpflaster für die ausgefallene Tagung gemacht haben. Ein paar Momente und Personen, die mich zum Schmunzeln oder Lachen gebracht haben, möchte ich aufführen:

  • Es waren Gespräche gegen 3 Uhr nachts bei Discord, die bei mir für ein schönes Kellerbar-Gefühl sorgten.
  • Es waren lustige Aussagen, die mich zum Lachen gebracht haben. Beispielsweise wollte Tobi F. lieber zweimal mich als einmal Stefan im Videochat sehen. Generell hat Tobi viel Blödsinn erzählt, der mich lachen ließ. Weitere lustige Zitate könnt ihr bei „Es sagte“ nachlesen.
  • Es war Johannes, der am Grünmittwoch, nachdem wir die virtuelle Kellerbar zugemacht hatten, bei unserem abschließenden Gespräch einfach am Telefon eingeschlafen ist (oder zumindest so getan hat, da bin ich mir nicht ganz sicher 😉).
  • Es war ein ausgiebiges und tiefgründiges Quatschen mit Katrin & Gang gegen 5 Uhr am Agape-Morgen, das mir ein warmes Gefühl gegeben hat.

Auch abseits von Tagungen gab es solche Momente. Spontan fällt mir ein kurzer Besuch von Judith in Fulda ein mit kräftiger Umarmung und abschließendem Kreuzzeichen auf die Stirn.

Worauf freut ihr euch dieses Jahr am meisten?

Simon: Normalerweise würde ich mich dieses Jahr am meisten auf Hardehausen … äh … Oberursel und die Sommerjugendbegegnung im Ermland freuen. Jetzt hoffe ich nur darauf, wenigstens noch an einer Präsenztagung der GJE teilnehmen zu können.

Olivia: Das ist eine schwierige Frage. Am meisten habe ich mich dieses Jahr auf die Sommerjugendbegegnung gefreut, die nach Jahren endlich mal wieder stattfinden sollte. Leider müssen wir sie nun verschieben. Das macht mich sehr traurig! Mein weiterer Höhepunkt des Jahres wäre selbstverständlich die Ostertagung gewesen. Diese konnte, bekannterweise, auch nicht stattfinden. Da die kommenden Tagungen ebenfalls auf sehr wackligen Füßen stehen, habe ich weniger Vorfreude, dafür aber umso größere Hoffnung, bald wieder mit euch ein ausgelassenes GJE-Wochenende verbringen zu dürfen. Ich hoffe, dieses Jahr noch eine Tagung in gewohnter Weise durchführen zu können und euch alle wieder in die Arme schließen zu dürfen. Mein Blick richtet sich auch noch weiter in die Zukunft: Ich hoffe, dass wir als GJE, als Führungskreis, als Vorstand sowie als Bundessprecherpaar gestärkt und voller Vorfreude auf kommende Begegnungen ins Jahr 2021 gehen werden.

Wenn ihr einen Tag lang sicher wüsstet, dass ihr euch weder selbst noch andere mit Corona anstecken könntet, was würdet ihr tun?

Simon: Wenn dem so wäre, würde ich mich mit GJE-lern zu einer Tagung treffen.

Olivia: Das leitet sich schon aus der letzten Antwort ab: Ich würde direkt ein Fest veranstalten und Ostern ausgelassen mit euch nachfeiern! Ein Tag wäre dafür zwar ziemlich kurz, aber ich bin mir sicher, dass wir die 24 Stunden sehr gut nutzen würden.

Gab es für euch vielleicht doch wenigstens einen kleinen positiven Nebeneffekt der Corona-Situation? („privat“ und/oder GJE-bezogen)

Simon: Der positive Nebeneffekt von Corona ist, dass ich mehr Sport (Tennis/Tischtennis/Joggen) mache, als ich es in Leipzig gemacht hätte. Zudem war es mir möglich, meine Kochkünste zu verbessern. Außerdem habe ich effektive Methoden entwickelt, einen Einkaufswagen randvoll mit Einkäufen für die gesamte Familie zu füllen.

Olivia: Auch hier fallen mir mehrere kleine positive Momente und Situationen ein, die es unter anderen Umständen nicht in dieser Form gegeben hätte. Ein paar möchte ich gerne mit euch teilen:

  • Ohne die geschlossenen Kirchen hätte ich Thorsten Neudenberger in den letzten Monaten nicht so oft predigen und Cornelia Fork nicht so oft an der Orgel spielen hören.
  • Mit Familie Lange habe ich nun besonders viel Kontakt. Wir hören uns jeden Sonntag nach der Heiligen Messe in Bergkamen bei Discord. Für mich sind es jedes Mal aufs Neue sehr bereichernde Gespräche und ich weiß immer, was in Bernburg los ist.
  • Ich führte schöne Telefonate unter anderem mit Pat und Gabri, die es sonst zwar auch gegeben hätte, aber so durch mangelnde „Präsenztreffen“ mehr herausstachen.
  • Auch hätten viele Gespräche, Grill-, Puzzle- sowie Filmabende, Wanderungen durch die Rhön und ein ptt-Tag (putzen, tanzen, trinken) mit meiner Mitbewohnerin Birte wohl nicht in diesem Ausmaß stattgefunden.

Falls sich jetzt noch jemand fragt, ob mein Zimmer nun endlich aufgeräumt ist, meine Möbel einen neuen Platz gefunden oder ob ich ein tolles neues Hobby für mich entdeckt habe, kann ich euch beruhigen: Da ist alles beim Alten, denn was ich bisher nicht mochte, mag ich nun immer noch nicht. Mein Zimmer ist also immer noch unaufgeräumt und die GJE wird auch in der nächsten Zeit mein Leben bleiben.

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